Nachdem ich die letzten vier Abschlussberichte erledigt habe, folgt nun das Fazit zum letzten Modul meines ersten Master-Semesters. Im Gegensatz zu Diskrete Strukturen und Biometric Systems sind hier meine Notizen bereits vollständig hochgeladen und abgesehen von den Praktikumsaufgaben öffentlich verfügbar.
Prüfungsvorleistung
Die Prüfungsvorleistung in Computer Forensik besteht aus fünf aufeinander aufbauenden Praktikumsterminen. Man beginnt mit einem Festplatten-Image, das aus mehreren Partitionen mit unterschiedlichen Dateisystemen besteht. In diesem Rahmen wird die Partitionierung analysiert, gelöschte Dateien rekonstruiert, versteckte Dateien gesucht und die Benutzung seitens Anwender untersucht. Zum Abschluss werden alle Erkenntnisse in einem finalen Abschlussbericht zusammengetragen. Der Aufwand und Schwierigkeitsgrad der Praktika ist im regulären Rahmen. Die Betreuer des Praktikums sind dahingehend sehr gut vorbereitet und können hilfreiche Ratschläge geben.
Prüfung
Die Klausur schneidet alle Inhalte der Vorlesung an. In das Themengebiet der Hash-Funktionen müssen sich die Studenten in Eigeninitiative einarbeiten, was notwendig ist, da mehrere Aufgaben zu Hashes in der Klausur zu finden sind. Das Umrechnen von binären, dezimalen und hexadezimalen Werten sollte auch verinnerlicht sein, da Hexdumps ausgewertet werden müssen. Benötigt man hier zuviel Zeit, wird es mit der restlichen Klausur eng. Die Klausur ist in meinen Augen sehr umfangreich, mit einem moderaten Schwierigkeitsgrad. Die Aufgaben waren in erster Linie anwendungsbezogen und konnten daher auch keine komplexen Fragestellungen beinhalten, immerhin wird die Zeit für Rechnungen, Konvertierungen und Interpretationen benötigt.
Gesamtfazit
Computer Forensik hat mir dieses Semester den meisten Spaß bereitet. Ich blicke mit Freude auf ein kniffliges, spannendes Praktikum, informative Vorlesungen sowie eine faire Klausur zurück. Computer Forensik bei Professor Baier ist in meinen Augen sehr empfehlenswert.