Heute beschäftigen wir uns mit den Merkmalen des Auges und den verschiedenen Verfahren zur biometrischen Erkennung.
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Iris Recognition
Welche Erkennungsverfahren gibt es für das Auge?
- Iris Recognition
- Retina Recognition
- Periocular Recognition
Warum wird Iris Recognition nicht für den Personalausweis genutzt?
- Die Möglichkeit ist gegeben und entsprechende Standards sind definiert
- Die Patente auf bestimmte Komponenten verhindern den Einsatz bzw. sind zu teuer
Welche Merkmale besitzt die Iris?
- Einzigartig (Identisches Auftreten 1:1078)
- Permanent (bis zum Tod) und geschützt durch Lid und Hornhaut (cornea)
- Stabiles Muster (Farbe ändert sich, Veränderung möglich durch Metalle und Krankheiten)
- Geringe Auswirkung durch Kontaktlinsen und Brillen
- Beeinträchtigung durch Reflektionen (Feuchtigkeit, Unschärfe)
- Stark pigmentierte bzw. dunkle Augen (NIR-Beleuchtung als Maßnahme)
- Multibiometrie auch durch Kombination mehrerer Irisabbilder (verschiedene Wellenlängen) möglich
Wofür ist die Retina Recognition geeignet?
- Keine hohe Akzeptanz, verbunden mit hohem Aufwand
- Viele Anwendungsgebiete dafür in der Medizin denkbar
Wie erfolgt die Segmentierung beim Auge?
- Starke Abweichungen werden als Grenzen zwischen Iris, Pupille und Sclera definiert
- Ein gaußscher Weichfilter wird vor der Segmentierung angewandt, um sehr starke, lokale Abweichungen nicht fälschlicherweise als Grenze zu interpretieren

Wie bestimmt man die Hamming-Distanz?
- XOR aus den Iris-Codes bestimmen
- AND aus den Masken bestimmen
- AND aus den beiden Resultaten bestimmen
Beispiel:
| i-Code Q | 0011 0000 |
| i-Code R | 0011 1000 |
| Q XOR R | 0000 1000 |
| mask Q | 0011 1000 |
| mask R | 0001 1100 |
| Q AND R | 0001 1000 |
| Q XOR R | 0000 1000 |
| Q AND R | 0001 1000 |
| Q XOR R AND Q AND R | 0000 1000 |
Die Hamming Distanz beträgt somit \( \frac{1}{2} \).