Ziele
- Vertiefend in die Inhalte der Vorlesungen gehen
Aufgabe 1
- Sei M eine Menge. Eine zweistellige Relation R ist eine Teilmenge R ⊂ MxM. Für ( x, y) ∈ R schreiben wir xRy ( x steht in Relation zu y)
- Bsp.: <, =, > = {(x,y) ∈ NxN, x = y} = N x N
- Eine Relation heißt:
- reflexiv, wenn für alle x ∈ M : xRx
- ≤ ↔ ja
- = ↔ ja
- < ↔ nein ( da z.B.: 3 < 3 falsch ist )
- symmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy → yRx
- ≤ ↔ nein ( da 3 = 5 aber 5 = 3 ! )
- = ↔ ja
- < ↔ nein
- asymmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy → ¬(yRx)
- ≤ ↔ nein ( da 5 = 5 → wahr, aber ¬ ( 5 = 5 ) → falsch )
- = ↔ nein
- < ↔ ja
- antisymmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy und yRx folgt: x = y
- ≤ ↔ ja
- = ↔ ja
- < ↔ ja ( da es keine gültige Lösung für die Vorbedingung gibt → leere Menge, für diese ist es wieder wahr )
- transitiv, wenn für alle x,y,z ∈ M aus xRy und yRz => xRz
- gilt für alle Operationen
- reflexiv, wenn für alle x ∈ M : xRx
Aufgabe 2 Äquivalenzrelationen
- Sei R eine zweistellige Relation auf M. Dann heißt R eine Äquivlanzrelation, wenn R:
- reflexiv,
- symmetrisch und
- transitiv ist
- Beispiel: Drei Parallele Geraden im ℝ2 ( Parallelität ist eine Äquivalenzrelation )
Aufgabe 3 Äquivalenzrelationen
- Sei M die Menge aller Schüler eine Schule. Ein Schüler X stehe in Relation zu Schüler Y, wenn X und Y die selbe Klassen besuchen. ( X ~ Y )
- Reflexivität: ( X ~ X )
- Schüler X steht in Relation zu sich selbst
- Symmetrie: X ~ Y → Y ~ X
- Wenn X die Klasse besucht, besucht auch Y diese
- Transitivität: X ~ Y → Y ~ Z → X ~ Z
- Wenn X die Klasse mit Y besucht und Y die Klasse mit Z, dann besucht X und Z die gleiche Klasse
Hiermit haben wir bewiesen, dass die definierte Relation eine Äquivalenzrelation ist.
Äquivalenzklasse
- [X]~ = { y ∈ M, X~Y ) = Wenn X ein Schüler der Klasse 6c ist, dann sind [X]~ alle Schüler der Klasse 6c. Alle Schüler einer bestimmten Eigenschaft (Schulklasse) werden in Äquivalenzklassen zusammengefasst.
- X ∈ [X]~ ( X ist immer Teil seiner eigenen Äquivalenzklasse )
- a) Für alle x,y ∈ M mit X ~ Y gilt [X]~ = [Y]~
- zz.:
- [X]~ ⊂ [Y]~, [Y]~ ⊂ [X]~ sei z ∈ [X]~, also gilt X ~ Z.
- Aus der Symmetrie folgt Z ~ X.
- Da X ~ Y, folgt aus der Transitivität Z ~ Y.
- Wieder aus der Symmetrie folgt Y ~ Z und damit Z ∈ [Y]~
- zz.:
- b) Für alle x,y ∈ M mit x ~/~ y gilt [X]~ ∩ [Y]~ = Ø ( leere Menge )
- Da X in keiner Relation zu Y steht, handelt es sich bei deren Äquivalenzklassen um 2 verschiedene Teilmengen aus M. Diese Teilmengen repräsentieren disjunkten Äquivalenzklassen und erzeugen bei der Schnittmengen-Operation die leere Menge.