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Theoretische Informatik (Vorlesung 4)

Ziele

  • Vertiefend in die Inhalte der Vorlesungen gehen

Aufgabe 1

  • Sei M eine Menge. Eine zweistellige Relation R ist eine Teilmenge R ⊂ MxM. Für ( x, y) ∈ R schreiben wir xRy ( x steht in Relation zu y)
  • Bsp.:  <, =, > = {(x,y) ∈ NxN, x = y} = N x N
  • Eine Relation heißt:
    1. reflexiv, wenn für alle x ∈ M : xRx
      1. ≤ ↔ ja
      2. = ↔ ja
      3. < ↔ nein ( da z.B.: 3 < 3 falsch ist )
    2. symmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy  yRx
      1. ≤ ↔ nein ( da 3 = 5 aber 5 = 3 !  )
      2. = ↔ ja
      3. < ↔ nein
    3. asymmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy  ¬(yRx)
      1. ≤ ↔ nein ( da 5 = 5 → wahr, aber ¬ ( 5 = 5 ) → falsch )
      2. = ↔ nein
      3. < ↔ ja
    4. antisymmetrisch, wenn für alle x,y ∈ M: xRy und yRx folgt: x = y
      1.  ≤ ↔ ja
      2.  = ↔ ja
      3.  < ↔ ja ( da es keine gültige Lösung für die Vorbedingung gibt → leere Menge, für diese ist es wieder wahr )
    5. transitiv, wenn für alle x,y,z ∈ M aus xRy und yRz => xRz
      1. gilt für alle Operationen

Aufgabe 2 Äquivalenzrelationen

  • Sei R eine zweistellige Relation auf M. Dann heißt R eine Äquivlanzrelation, wenn R:
    1. reflexiv,
    2. symmetrisch und
    3. transitiv ist
  • Beispiel: Drei Parallele Geraden im ℝ2 ( Parallelität ist eine Äquivalenzrelation )

Aufgabe 3 Äquivalenzrelationen

  • Sei M die Menge aller Schüler eine Schule. Ein Schüler X stehe in Relation zu Schüler Y, wenn X und Y die selbe Klassen besuchen. ( X ~ Y )
  • Reflexivität:  ( X ~ X )
    • Schüler X steht in Relation zu sich selbst
  • Symmetrie: X ~ Y → Y ~ X
    • Wenn X die Klasse besucht, besucht auch Y diese
  • Transitivität: X ~ Y → Y ~ Z → X ~ Z
    • Wenn X die Klasse mit Y besucht und Y die Klasse mit Z, dann besucht X und Z die gleiche Klasse

Hiermit haben wir bewiesen, dass die definierte Relation eine Äquivalenzrelation ist.

Äquivalenzklasse

  • [X]~ = { y ∈ M, X~Y ) = Wenn X ein Schüler der Klasse 6c ist, dann sind [X]~ alle Schüler der Klasse 6c. Alle Schüler einer bestimmten Eigenschaft (Schulklasse) werden in Äquivalenzklassen zusammengefasst.
  • X ∈ [X]~ ( X ist immer Teil seiner eigenen Äquivalenzklasse )
  • a) Für alle x,y ∈ M mit X ~ Y gilt [X]~ = [Y]~
    • zz.:
      • [X]~ ⊂ [Y]~, [Y]~ ⊂ [X]~ sei z ∈ [X]~, also gilt X ~ Z.
      • Aus der Symmetrie folgt Z ~ X. 
      • Da X ~ Y, folgt aus der Transitivität Z ~ Y.
      • Wieder aus der Symmetrie folgt Y ~ Z und damit Z ∈ [Y]~
  • b) Für alle x,y ∈ M mit x ~/~ y gilt [X]~ ∩ [Y]~ = Ø ( leere Menge )
    • Da X in keiner Relation zu Y steht, handelt es sich bei deren Äquivalenzklassen um 2 verschiedene Teilmengen aus M. Diese Teilmengen repräsentieren disjunkten Äquivalenzklassen und erzeugen bei der Schnittmengen-Operation die leere Menge.

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