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Kontrahierungspolitik (auch Preispolitik oder Entgeltpolitik
- Eines der vier Aktionsinstrumente des Marketing-Mixes
- Maßnahmen der Gestaltung des Preis-Leistungs-Verhältnisses einer Ware / Dienstleistung
- Preisfestlegung und -änderung
- Rabattgewährung (Rabatt)
- Preisdifferenzierung
- Gestaltung der Zahlungskonditionen
Strategien
Hochpreisstrategie
- Herstellung kostet 1000€, aber Verkaufspreis liegt bei 25.000€ (z.B. Autos oder Uhren)
- Image
- Exklusivität
- Qualität
Niedrigpreisstrategie
- Schnelle Marktdurchdringung → danach folgt Preisanpassung
- Hohe Fixkostendegression
- Markteintrittsbarriere überwinden („Warum soll ich bei dem Neuen kaufen?“)
- Gefahr als „Ramsch“ abgestempelt zu werden
Abschöpfungsstrategie
- Bereitschaft des Kunden mehr zu zahlen nutzen um höhere Marktpreise durchzusetzen (Skimming)
- Innovatives / gefragtes Produkt teuer auf den Markt bringen
- Konsumentenrente so gering wie möglich halten
- Geringere Absatzzahlen decken sich durch höhere Deckungsbeiträge
Zwischenübung
Frage:
Für wen ist eine niedrige Auslastung (bedingt durch geringe Verkaufszahlen) am Schlimmsten?
Antwort:
Für Waren mit einer großen Fixkostenproduktion. Mögliche Gegenmaßnahme ist kurzfristig die Preise der Preisuntergrenze anzunähern. Zwar wird weniger Deckungsbeitrag generiert, aber die Fixkosten können unter Umständen gedeckt werden.
Begriffe
Fixkosten
- Feste Monatliche Kosten (verändern sich nicht / nicht steuerbar)
- Miete
- Fabrikationsanlagen
Fixkostendegression
- Aufteilung der Fixkosten auf die Ausbringungsmenge (Produktionsmenge)
- Gesamte Stückkosten nehmen mit jeder neu produzierten Einheit ab und nähern sich den variablen Kosten an
Markteintrittsbarriere
- Hürde, die man Bewältigen muss um Fuß am Markt zu fassen
- Patente
- Konkurrenz
- Monopole
Deckungsbeitrag
- Differenz zwischen den erzielten Erlösen (Umsatz) und den variablen Kosten
- db(Deckungsbeitrag pro Mengeneinheit) = p(Stückpreis)-kv(variable Stückkosten)
- DB(Deckungsbeitrag) = E(x) (Erlös in Periode x) – Kv (Variable Kosten in Periode) = db * Menge
Kurzfristige Preisuntergrenze (PUG / PUK)
- Preis, der genau die variablen Stückkosten deckt (Variable Kosten geteilt durch Absatzmenge)
- In Betrachtung der gesamten fixen Kosten ergibt sich dann ein Verlust
- Beispiel:
- Material kostet 100€ pro Stück
- Produktionskosten liegen bei 10€ pro Stück (Arbeitsleistung der Mitarbeitet nicht eingerechnet!)
- Produkt wird für 110€ verkauft (Preisuntergrenze)
- Die Kosten für den Mitarbeiter sind dabei nicht gedeckt, ergo ergibt sich am Ende der Periode ein Minus
- Nicht langfristig durchführbar, irgendwann holen einen die Fixkosten wieder ein →Liquiditätsprobleme →Gefahr der Insolvenz?
Listenverkaufspreis
- Materialkosten = Materialeinzelkosten + Materialgemeinkosten (Rechenweise 1)
- Materialeinzelkosten = 200,00€
- Materialgemeinkosten = 5%
- Materialkosten = 200,00€ * (1 + 0.05) = 210,00€
- Fertigungskosten = Fertigungslöhne + Fertigungsgemeinkosten (Rechenweise 1)
- Herstellkosten = Materialkosten + Fertigungskosten (Rechenweise 1)
- Selbstkosten = Herstellkosten + Verwaltungs und Vertriebsgemeinkosten (Rechenweise 1)
- Barverkaufspreis = Selbstkosten + Gewinn (Rechenweise 1)
- Zielverkaufspreis = Barverkaufspreis + Kundenskonto (Rechenweise 2)
- Barverkaufspreis = 200,00€
- Kundenskonto = 5%
- Zielverkaufspreis = (200,00€/(95))*100 = 210,53 €
- Listenverkaufspreis = Barverkaufspreis (100 -% des Kundenrabatt) + Kundenrabatt (Rechenweise 2)
Konsumentenrente
- Differenz aus dem Preis, den der Konsument für ein Gut zu zahlen bereit ist und dem Preis, den er am Markt tatsächlich zahlen muss