Diskrete Strukturen (Vorlesung 1)

In der ersten Vorlesung von diskrete Strukturen beschäftigen wir uns grundlegenden Eigenschaften, Graphen und Isomorphie.

Skript-Anfangmanuscript – Seite 1
Skript-Endemanuscript – Seite 10

Einleitung

Definition für diskrete Strukturen

  • Objekte, die sich durch Verknüpfungen, Verkettung, Mengenoperationen, Verschachtelung aus Listen, Mengen und Permutationen bilden lassen

Beispiele für elementare diskrete Strukturen

  • Listen: [1,4,3,2]
  • Matrizen als Liste von Listen: [[1,2],[4,5],[2,1]] = \( \begin{bmatrix}1 & 4 & 2 \ 2 & 5 & 1\end{bmatrix} \)
  • Mengen: {1,4,3}

Darstellung von Mengen durch Listen

  • Die Menge {1,4,3} lässt sich durch 6 verschiedene Listen darstellen
  • Im Kontext von Mengen fallen diese zu einem einzigen Element zusammen
  • Dieses Element wird auch Repräsentant genannt und kann beliebig gewählt werden (meist eine sortierte Liste)

Beispiel für {1,4,3}

  1. [1,4,3]
  2. [1,3,4] (sortierte Liste)
  3. [3,1,3]
  4. [3,4,1]
  5. [4,1,3]
  6. [4,3,1]

Graphen

  • Darstellung kann mittels „Adjazenzmatrix“ erfolgen
  • Knoten sind nie mit sich selbst verbunden

Isomorphe Graphen

  • Diese Graphen haben die gleiche Struktur
  • Lässt man die Bezeichnungen weg, sind diese Graphen identisch
  • Isomorphie ist ein anderer Begriff von Äquivalenz
  • Gleiche Graphen können somit als Äquivalenzklassen zusammengefasst werden

Wie viele Kanten hat ein Graph mit n Punkten/Knoten?

  • Anzahl der Knoten = \( \binom{n}{2} = \frac{n(n-1)}{2} \)
  • Bei 4 Knoten (n=4) gib es 6 Kanten

Wie viele Graphen gibt es bei n Punkten/Knoten?

  • Anzahl der Graphen = \( 2^\binom{n}{2} = 2^\frac{n(n-1)}{2} \)
  • Bei 4 Knoten (n=4) gib es 64 (26) verschiedene Graphen
  • Bei 4 Knoten gibt es 11 Klassen

Wichtige Fragen

  1. Wie bestimme ich das kanonische Element?
  2. Welche und wie viele Klassen gibt es bei n Knoten? (via Abzählen oder Formel)
  3. Wie viele Elemente sind in einer Klasse?
  4. Ist ein Element in einer Klasse? (Äquivalenztest)

Einteilung in Äquivalenzklassen bzw. Partitionierung

  • X ist die Gesamtheit bzw. Menge der Ausgangsobjekte
  • Bei der Partitionerung gibt es keine doppelten Objekte
  • Jedes Element ist durch Reflexivität in einer Klasse (vollständige Partition)
  • Ein Element kann wegen der Transitivität nicht in zwei Klassen gleichzeitig sein
  • Gibt es eine Schnittmenge, ist es keine Partitionierung

Relationen für Mengen

  • Reflexivität: \( x \simeq x \)
  • Symmetrie: \( x \simeq y \Rightarrow y \simeq x \)
  • Transitivität: \( x \simeq y \wedge y \simeq z \Rightarrow x \simeq z \)

Wie bestimmt man alle Graphen mit n Knoten?

  • Man nummeriert alle möglichen Kanten und stellt einen Graph als Vektor dar
  • Für die Erzeugung werden die Graphen iterierend durchlaufen

Beispiele

  • 012345 = [111111] = voll besetzt
  • 0125 = [111001]

Wie prüft man, ob zwei Graphen isomorph sind?

  • Zwei graphen sind isomorph, wenn eine Permutation von einem zum anderen angewendet werden kann
  • Permutation: \( \Pi \left\{\begin{matrix} 0 \mapsto 3 \ 1 \mapsto 2 \ 2 \mapsto 0 \ 3 \mapsto 1 \end{matrix}\right. \)
  • Sn = Menge der Permutationen
  • Isomorphie: \( x \simeq x‘ \Leftrightarrow \exists \Pi \in S_{n}:\Pi x=x‘ \ \Rightarrow x \simeq x‘ \Leftrightarrow \exists g \in G:g x=x‘ \)

Beispiel

Permutation: \( \Pi \left\{\begin{matrix} 0 \mapsto 1 \ 1 \mapsto 0 \ 2 \mapsto 2 \ 3 \mapsto 3 \end{matrix}\right. \)

Maximilian
Maximilian

Herzlich willkommen! Ich bin Max, ein Informatiker mit über 15 Jahren Berufserfahrung. Hier teile ich meine Leidenschaften, Erlebnisse und Perspektiven. Ich lade dich ein, gemeinsam mit mir auf eine Entdeckungsreise zu gehen.

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