Kryptologie (Vorlesung 9)

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Instanzauthentisierung

  • „Ist mein Gegenüber derjenige, der er vorgibt zu sein“ → Schutzziel Authentizität (Siehe Definition 1.3)
  • Beweisender (derjenige, der sich authentisieren will) weist dem Prüfer den Besitz eines Geheimnisses nach
  • Typisches Beispiel: Benutzername und Kennwert

Challenge Response Verfahren

  • Siehe Abbildung 6.1
  • Kommt z.B. bei SSL und HTTPS zum Einsatz

Grundlage (kryptographische Primitive) – Verfahren zur Datenauthentisierung

Nutzung von symmetrischen Verfahren (MAC)

  • Zu P und B muss vorab ein symmetrischer Schlüssel ausgetauscht werden
  • B weist im Rahmen des Protokolls nach, dass er den Schlüssel kennt ohne diesen zu übermitteln

Nutzung von asymmetrischen Verfahren (Signatur)

  1. B nutzt zur Berechnung der Prüfsumme seinen geheimen Schlüssel
  2. P prüft mittels zugehörigem öffentlichen Schlüssel
  3. P muss den öffentlichen Schlüssel dem B zuordnen können (benötigt Public-Key-Infrastruktur)

Wichtig

  • Schlüssel für Datenauthentisierung und Instanzauthentisierung müssen verschieden sein

Angriff

  • Angreifer erzeugt eine Nachricht m und bildet M(m) = r
  • Angreifer fordert B zur Authentisierung auf und sendet r
  • B berechnet die Prüfsumme c
  • B sieht nicht, ob r Zufall oder Hashwort einer Nachricht ist
  • Beim Angreifer liegt eine von B korrekt signierte Nachricht vor

Schlüsseleingangsverfahren

  • Ziel ist es den Austausch bzw. die Einigung von Schlüsseln über unsichere Kanäle sicher zu gestalten
  • Beispiel:
    1. A möchte B ein Geheimnis schicken
    2. Fährmann F ist aber nicht vertrauenswürdig
    3. A sichert Kiste mit Schloss 1
    4. F übergibt Kiste an B
    5. B sichert mit Schloss 2
    6. F übergibt Kiste an A
    7. A öffnet Schloss 1
    8. F übergibt B die Kiste
    9. B kann die Kiste öffnen
  • Das Verfahren ist jedoch nicht sicher, da A nicht weiß (sobald er F aus den Augen verliert) ob F nicht das Schloss 2 anbringt und sich als B ausgibt → Man in the Middle
  • Über authentische Schlösser ist gewährleistet, dass Schloss 2 zu B gehört

Mögliche Verfahren

  • Einsatz von symmetrischen und asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren
  • Regelmäßiger Austausch kryptographischer Schlüssel, um Folgen von Schlüsselkompromittierungen gering zu halten
  • Neue Idee:
    • Diffie-Hellmann-Schlüsseleingangsverfahren (Diffie-Hellmann, Meckle)
    • Das Verfahren beruht auf der vermuteten Schwierigkeit des Diskreten Logarithmusproblems in bestimmten Gruppen.

Diskretes Logarithmusproblem

  • Eingabe: Zwei Zahlen g, h ∈ G
  • Ausgabe: logah, d.h. x ∈ ℕ mit gx = h
  • Eine Gruppe G heißt kryptographisch stark, wenn das DL-Problem in G praktisch nicht lösbar ist (Sicherheitsniveau 100 bit)
  • Für solche Gruppen ℤp* = {1 , … , p-1}, p sehr große Primzahl (a * b = a * b mod p)
  • Eigenschaften:
    • Diese Gruppen sind zyklisch, d.h. es gibt g ∈ ℤp* mit {gn, n ∈ ℕ} = {1, 2, … , p-1}
    • g ist dann Erzeuger der Gruppe insbesondere ℤp* = {gn, ≤ n ≤ p-1}
  • Beispiele:
    • 5* = {1, 2, 3, 4}
    • 31 = 3 mod 5
    • 32 = 9 = 4 mod 5
    • 33 = 27 = 2 mod 5
    • 34 = 81 = 1 mod 5
    • 2 und 3 sind Erzeuger
    • 1 und 4 sind keine Erzeuger (können alle Zahlen erzeugen)

Angriff

  1. Öffentlich bekannt gx, gy, g
  2. Angreifer berechnet logg(gx) = x
  3. Angreifer berechnet (gy)x = gxy
Maximilian
Maximilian

Herzlich willkommen! Ich bin Max, ein Informatiker mit über 15 Jahren Berufserfahrung. Hier teile ich meine Leidenschaften, Erlebnisse und Perspektiven. Ich lade dich ein, gemeinsam mit mir auf eine Entdeckungsreise zu gehen.

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